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Anja Reiche: Sei die Liebe, die du bist

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Anja Reiche: Sei die Liebe, die du bist

Anja Reiche·2. Februar 2022, 18:09 Uhr·4 Minuten

„Liebes, hör auf zu kämpfen. Lass die Waffen fallen, du richtest sie ja doch nur gegen dich selbst. Du denkst vielleicht, dass du aufbegehren musst, dich gegen andere Meinungen durchsetzen, dafür kämpfen, dass du endlich gesehen und gehört wirst. Aber von wem denn? Mama und Papa? Wer soll dich denn endlich so sein lassen, wie du nun mal gerade bist? Wer soll dir denn bestätigen, dass deine Gefühle ok sind, dass deine Gedanken ok sind, dass du ok bist?

Weißt du, nur weil jemand eine andere Meinung hat, ist das noch lange keine Bedrohung. Eigentlich… Für dich gefühlt aber schon, denn so war es doch immer oder? Wenn Mama und Papa eine andere Meinung hatten als du, ein anderes Gefühl, eine andere Einstellung zu etwas, dann war das doch schon das Problem an sich, oder? Denn es war klar, dass du den Kürzeren ziehen würdest. Es würde wieder so weit kommen, dass dir erklärt wird, dass du falsch fühlst, dass du falsch denkst, dass du das falsch siehst, dass du doch keine Angst haben muss, dass du dich doch nicht so anstellen brauchst, dass du das doch wohl eben für Mami machen könntest, damit sie nicht traurig sein muss.

Du hast nicht nur gespeichert, dass du falsch wahrnimmst, du hast auch noch gelernt, dass du drüber hinweggehen musst. Wieder und wieder und wieder… Immer wieder hast du den Kürzeren gezogen. So war das früher.

Und heute? Wiederholt es sich. Auf der Arbeit, in der Beziehung, mit mir, Gott, oder zumindest mit deiner Vorstellung von mir. Dein kleines, ohnmächtiges Kind in dir, denkt immer noch, dass die Welt so funktioniert und somit ist es schon DAS Problem an sich, wenn jemand eine andere Meinung hat, der scheinbar mehr zu sagen hat, als du, der irgendwie in der Hierarchie über dir steht. Und manchmal muss noch nicht einmal das der Fall sein. Fast jede andere Meinung und Wahrnehmung ist irgendwie bedrohlich… Ist es so?

Da stehst du also bis an die Zähne bewaffnet und bist jederzeit bereit, in den Kampf zu ziehen, wenn da jemand anders denkt oder fühlt und das kommt ziemlich häufig vor, nicht wahr? Weil wir nun mal alle unterschiedlich sind. Unterschiedlich handeln, denken, fühlen, auf die Dinge sehen. Das ist natürlich.

Was wäre, wenn du genau jetzt all die Waffen fallen lässt und auf der Stelle den Kampf sein lässt, den Kampf gegen dich selbst und die Liebe bist, die du nun mal bist? Die Liebe, die ALLES beinhaltet? Und mit alles, meine ich A L L E S !!! Was wäre, wenn jedes deiner Gefühle ok wäre? Was wäre, wenn jeder Gedanke da sein dürfte? Was wäre, wenn du noch nie etwas falsch gemacht hättest? Was wäre, wenn du dich damit weder verstecken, noch klein machen, noch zurückhalten, noch unterordnen müsstest? Was wäre, wenn du mit allem, was es in dir denkt und fühlt, gleichwertig wärst? Richtig? Auch richtig? Denn hier ist ein sowohl als auch möglich.

Liebes! Ich liebe dich! Immer. Und genau so, wie du bist. Jetzt. Egal, was es denkt. Egal, was es fühlt. Egal, was du sagst. Egal, was du tust. Egal, welchen Aspekt des Lebens, der Liebe, du gerade wählst. Liebe ist ALLES. Es gibt nichts, was sie nicht ist. Kannst du das glauben? Glaubst du mir, wenn ich sage, dass ich nicht urteile? Glaubst du mir, dass ich nicht so bin, wie deine Eltern, Lehrer, Chefs, Partner es waren/sind? Ich richte nicht. Ich will kein bestimmtes Ergebnis von dir. Ich will gar nichts von dir, außer dein Sein, außer das, was du gerade bist.

Zu einfach? Zu schön, um wahr zu sein? Das Leben ist einfach. Das Leben ist schön. DU bist schön. Immer.

Leg die Waffen nieder. Ja, natürlich sagst du jetzt: „Aber dann darf ich doch auch kämpfen, wenn es kein Urteil gibt.“ Das ist wahr. Das darfst du. So lange du möchtest. Aber du musst nicht und eigentlich willst du auch nicht mehr. Du bist müde. Zwischen müssen und können, mein Liebes, gibt es einen himmelweiten Unterschied. Das, mein Liebes, ist die Freiheit. Du kannst, du darfst, aber du musst nicht. Du hast eine Wahl. Immer. Was willst du? Was wählst du? Dich?“

(Der Text ist gerade in den frühen Morgenstunden für unseren – Mischas und meinen – Telegram-Kanal „Heimatschwingung“ entstanden. Wenn Gott keine Heimatschwingung ist, wer dann? 😉)

Geschrieben von Anja Reiche um 2/03/2022

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