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© Transkript / Zusammenfassung / Übersetzung Rosi
Deutschland zeigt Gefühl, das ganze Land hat Mitleid mit einem Wal, dem es auch nicht gut geht. Außerdem sind die Soforthilfen der Regierung mal wieder eine Mogelpackung und die Grünen halten, große Überraschung, keine anderen Meinungen aus. Willkommen in meinem Bettchen. Das große Thema dieser Woche: Ganz Deutschland blickt gebannt auf einen Wal. Und nein, es ist nicht Lars Klingbeil.
Geht Ihnen das Schicksal von Wal Timmy auch so nah? Mir ja. Gut, ein bisschen Glück hat Timmy bei aller Tragik schon, weil er ein Wal ist und kein Hering. Denn mit Heringen hat niemand Mitleid. Ich kann die riesengroße Anteilnahme für den armen Timmy gut verstehen. Was ist ihm passiert? Timmy ist falsch abgebogen und auf Grund gelaufen und jetzt liegt er hilflos fest und siecht quälend vor sich hin. Seine Kraft und sein Wille sind gebrochen. Retten kann ihn nur noch ein Wunder. Klar, dass das die Menschen so berührt. Die haben es erkannt. Timmy ist einer von uns. Timmy ist Deutschland. Und darum drücke ich ihm super doll die Daumen. Und ich hätte dazu auch noch einen Vorschlag. Die Nationen dieser Welt verwenden für ihre Wappen ja traditionell die stärksten und stolzesten Tiere des Planeten, den Löwen, den Bären und so weiter. Also von daher fände ich es angemessen, wenn wir im Reichstag jetzt statt dem Bundesadler ein Bild von Timmy, dem Wal, aufhängen würden. Das wäre doch mal ein ehrliches Wappentier für dieses komplett gestrandete Land.
Und wo wir gerade von Katastrophen sprechen, ein schönes neues Highlight finde ich ja die tausend steuerfreien Euro, die Unternehmen ihren Mitarbeitern zahlen dürfen, damit die weiter mit dem Auto zur Arbeit fahren können, selbst wenn ein Liter Sprit dank Steuern und Klimaobolus inzwischen so viel kostet wie ein Liter Chanel Nummer fünf. Tja, so sieht das aus, wenn die Gewählten uns zu Hilfe eilen. Es ist ein bisschen so, als ob man an zwei ausgehungerte Bettler kommt und ihnen sagt: Ich rette euch. Teilt einfach eure letzte Scheibe Brot, dann geht es euch sofort besser.
Ehrlich, ich wiederhole mich jetzt, ich weiß, ich finde die Mails von Schummelprinzen aus Nigeria vertrauenswürdiger als die Arbeit der Schummelprinzen aus Berlin. Na ja, immerhin haben sie es wieder sehr geschickt geschafft, zur Vertuschung ihrer Inkompetenz die Bürger gegeneinander aufzuhetzen. Was ist denn mit den Firmen, die wegen der Bürokratie, den Verordnungen und der Energiewende eh schon aus dem letzten Loch pfeifen? Die müssen ihrer Belegschaft sagen: Sorry, geht nicht. Und schon sind die Leute wieder schön damit beschäftigt, sich gegenseitig zu beharken, anstatt sich mal zu fragen, warum ihre Volksvertreter dieses Volk eigentlich überhaupt nicht mehr vertreten, sondern lieber darauf herumtreten. Eine Demokratie als Tretmühle, auch mal originell, wobei es ja ein wahres Wunder ist, dass die Brigade Merz überhaupt mal etwas beschlossen hat, was wenigstens äußerlich nach einem Dienst am Bürger aussieht. Denn im Grunde verbietet sich in Deutschland ja jedwede Reform oder Erleichterung für die Bürger allein schon dadurch, dass auch wohlhabende Menschen davon profitieren könnten. Das hört man ja bei wirklich jedem Thema: Können wir nicht machen, denn es hilft ja auch den Besserverdienern.
Die Botschaft von CDU und SPD an die Leute mit kleineren und mittleren Einkommen lautet: Klar geht es euch immer schlechter, aber ihr habt sicherlich Verständnis, dass wir euch nicht helfen können, wenn es auch dem Porschefahrer nützt. Also wenn Sie mich fragen, eigentlich müsste man nach dieser Logik umgehend die Bundeswehr abschaffen, denn die verteidigt im Krisenfall auch die Besserverdiener und die haben doch eh schon genug, sollen sie halt selber schießen, aber bitte erst nach der Einkommenssteuervorauszahlung, sonst haben wir ja nichts mehr, was man umverteilen kann.
Wer übrigens bei all der staatlichen Wohltätigkeit niemals eine Rolle spielt, sind die Selbständigen, wobei viele von denen ja noch nicht einmal Besserverdiener sind. Wahrlich, ich sage euch, eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass irgendwer auch mal etwas für die Selbständigen macht. Aber ich habe da eine Theorie, warum das so ist. Der Reiche gilt in diesem Land grundsätzlich als Ausbeuter. Und was machen die meisten Selbständigen? Richtig, sie beuten sich selber aus und damit zählen sie natürlich zu den Ausbeutern. Da brauchen sie sich echt nicht wundern, wenn unser gerechter Staat ihnen das Leben so schwer wie möglich macht. Denken Sie mal darüber nach. Und wenn Sie so wie ich ein Selbstausbeuter sind, dann schämen Sie sich bitte mit. Schön ist anders.
Wie ich Menschen beneide, die sich für nichts schämen, zum Beispiel Gesundheitsministerin Nina Warken von der CDU. CDU übrigens das Kürzel für chronisch unchristliche Union. Die will jetzt die Mitversicherung von Ehepartnern abschaffen, was für viele Familien ja eine Mehrbelastung von jährlich etlichen tausend Euro bedeutet. Sie nennt das aber nicht Mehrbelastung, nein, sie nennt das allen Ernstes gelebte Frauenpolitik, weil Frauen dadurch gezwungen werden, sich einen Job zu suchen, also einen der Jobs, die gerade jeden Monat zu Tausenden verloren gehen. Arbeitszwang als gelebte Frauenpolitik, also wirklich, das ist schon genial. Da kann man sagen, wenn das Benzin dank der Klimarettung und der Steuergier des Staates unbezahlbar wird, dann ist das gelebte Gesundheitspolitik, weil die Leute dann mehr laufen müssen und das tut ihnen ja gut. Kasperletheater und die Vorstellung wird niemals enden. Na ja, immer noch besser, als sich zu langweilen.
Ach, und Stichwort gelebte Politik. Dann kam ja diese Woche noch so eine sensationelle Umfrage raus, eine seriöse und repräsentative, die ergeben hat, dass unter sämtlichen Gesinnungen die Wähler der Grünen es am schlechtesten ertragen, wenn jemand eine andere Meinung hat als die ihre. Gut, da kann man sagen, das ist doch normal für eine religiöse Glaubensgemeinschaft mit einem radikalen Erlösungsprogramm. Ich habe mich nur gewundert, dass es dafür eine Umfrage brauchte. Ich dachte, das weiß doch längst jeder. Aus meiner persönlichen Erfahrung beträgt der Zeitabstand zwischen dem Moment, an dem du etwas sagst, was ein Grüner nicht mag, und dem Moment, an dem er den Kontakt zu dir abbricht, in der Regel nur wenige Sekunden. Manche der Naturfreunde streichen dich schon aus ihrem Leben, bevor du überhaupt ausgeredet hast. Na ja, so ist das halt, wenn man die göttliche Wahrheit auf seiner Seite hat, gepaart mit unendlicher Weisheit.
Ein bisschen blöd ist allerdings Folgendes. Die mit Abstand wichtigste Grundfunktion einer Demokratie ist ja, dass man andere Meinungen aushalten muss. Das ist die Idee von freien Wahlen. Wer keine Meinung neben sich duldet, wozu soll der wählen gehen? Es könnte ja sonst sein, dass er verliert und das erträgt er nicht. Genau für dieses Problem wurden einst Schwert und Keule erfunden, aber eben nicht die Demokratie.
Sie ahnen es, worauf ich hinaus will. Diese Woche, nicht nur diese Woche, nein, seit Jahren werden wir bombardiert mit Artikeln in der Art von: Was mache ich mit Opa, wenn er von der AfD schwärmt? Ihn einfach nur beschimpfen oder ab mit ihm ins Pflegeheim? Wann soll ich meine Eltern verstoßen? Schon wenn sie sagen, dass sie Weidel mögen oder muss ich warten, bis sie die Weidel wirklich auch wählen? All diese menschlich ausgereiften Artikel und Empfehlungen. Ja, und nach der grünen Umfrage mit dem Ergebnis eines Demokratieproblems, da brauchen wir solche Artikel jetzt natürlich auch für Menschen, die in ihrem Umfeld Grüne haben. Wie gehe ich damit um, wenn meine Nichte plötzlich wie besessen von Windrädern schwärmt? Was mache ich, wenn die Eltern zu St. Habeck beten? Macht es überhaupt noch Sinn, mit diesen Verblendeten zu reden oder hilft nur noch Kontaktabbruch?
Okay, letzteres ist schwierig, denn üblicherweise bricht der Grüne den Kontakt ja vorher selber schon ab. Also ich bin etwas ratlos. Vielleicht baue ich mir als Zeichen ein Windrad in den Garten, ein elektrisch angetriebenes. Und wenn kein Wind weht, dreht es sich. Und wenn dann Wind kommt, schalte ich es aus. Einfach so, um die Grünen zu ärgern und um sie zu verwirren. Zeichen setzen, so wichtig für Demokraten wie uns.
So, und jetzt brauche ich ein Zeichen von Ihnen. Bitte drücken Sie auf den Gefällt mir Knopf und auf den Aboknopf. Ein paar Städte noch: Berlin, München, Stuttgart, Aschersleben, Pretzschendorf bei Dresden, Wiesbaden, Eching, Kempten, Lindau Bad, Bad Salzungen. Kommen Sie doch mal rum und sagen Sie mir persönlich guten Tag. So, und jetzt wünsche ich Ihnen einen windigen guten Tag, Deutschland.