Es ist wie verhext. Sandra Lau

https://www.youtube.com/@DerResonanzRaummitSandraLau

www.sandra-werner.at


© Rosi / esistallesda.de I Zusammenfassung I Übersetzung

Vielleicht kennst Du diese Tage.

Du stehst morgens auf und schon nach kurzer Zeit denkst Du:

Heute ist aber wirklich alles wie verhext.

Etwas funktioniert nicht. Ein Termin platzt. Du suchst etwas, das eben noch vor Deiner Nase lag. Technik entwickelt plötzlich ein Eigenleben. Du verhaspelst Dich, vergisst etwas oder hast das Gefühl, der Tag habe heimlich beschlossen, seinen ganz eigenen Plan zu verfolgen.

Vielleicht musst Du darüber heute nicht einmal ärgerlich werden.

Vielleicht darfst Du schmunzeln.

Denn möglicherweise möchte Dich so ein Tag an etwas erinnern, das im Erwachsenenleben erstaunlich leicht verloren geht:

Du musst nicht immer alles verstehen.

Du musst nicht für alles sofort eine Erklärung haben.

Und Du musst auch nicht jeden Tag vollkommen vernünftig verbringen.

In Dir lebt noch immer jener Teil, der staunen kann.

Der als Kind einen Wald betreten konnte und nicht einfach nur Bäume gesehen hat.

Da waren Verstecke.

Geheimnisse.

Vielleicht Feen, Zwerge, Drachen oder Wesen, für die Erwachsene längst keine Augen mehr hatten.

Und irgendwann hast auch Du gelernt, die Welt vernünftiger anzuschauen.

Baum ist Baum.

Stein ist Stein.

Zufall ist Zufall.

Und was sich nicht erklären lässt, wird eben aussortiert.

Nur – vielleicht ist dabei auch etwas verloren gegangen.

Nicht unbedingt die Fähigkeit, tatsächlich irgendwelche Wesen zu sehen.

Sondern etwas viel Kostbareres:

Deine Fähigkeit, Dich verzaubern zu lassen.

Vielleicht darfst Du sie wieder einladen.

Wenn Du durch einen Wald gehst, musst Du nicht entscheiden, ob dort Elfen wohnen.

Schau einfach einmal so hin, als könnten dort welche wohnen.

Wenn Dir etwas Merkwürdiges begegnet, musst Du nicht sofort wissen, was es bedeutet.

Du kannst auch einfach sagen:

„Das war jetzt eigenartig.“

Und es dabei belassen.

Wenn Deine Intuition Dir einen kleinen Impuls gibt, darfst Du ihm zuhören, ohne daraus gleich eine Weltanschauung machen zu müssen.

Denn zwischen „Ich glaube nur, was ich beweisen kann“ und „Ich glaube alles, was geheimnisvoll klingt“ gibt es einen wunderschönen Raum.

Dort wohnt das Staunen.

Und vielleicht wartet genau dieser Raum gerade wieder auf Dich.

Du darfst fantasieren.

Du darfst spielen.

Du darfst Dir Geschichten ausdenken.

Du darfst mit einem Baum reden, wenn Dir danach ist.

Du darfst einen besonderen Stein in die Tasche stecken, weil er Dich irgendwie angesprochen hat.

Du darfst Dir etwas Schönes gönnen, einfach weil Dein Herz beim Anblick ein kleines bisschen hüpft.

Und Du darfst einem vollkommen gewöhnlichen Mittwoch erlauben, für einen Moment außergewöhnlich zu sein.

Nicht alles im Leben muss einen Nutzen haben.

Nicht alles muss Dich weiterbringen.

Nicht alles muss optimiert, verstanden oder eingeordnet werden.

Manche Dinge dürfen einfach schön sein.

Vielleicht ist das sogar eine Form von Weisheit:

wieder spielen zu können, obwohl Du längst erwachsen bist.

Und wenn heute etwas schiefgeht?

Dann probiere einmal etwas Neues.

Statt zu sagen:

„Warum passiert ausgerechnet mir das jetzt wieder?“

sag:

„Aha. Heute ist also einer von diesen Tagen.“ 😊

Und schau, was als Nächstes passiert.

Vielleicht findest Du mitten im Durcheinander etwas, das Du sonst übersehen hättest.

Vielleicht führt eine abgesagte Verabredung zu einer unerwarteten freien Stunde.

Vielleicht zwingt Dich ein Umweg an einen Ort, an dem Du lange nicht mehr warst.

Vielleicht begegnet Dir ein Mensch.

Vielleicht ein Gedanke.

Vielleicht einfach nur ein wunderschöner Augenblick.

Und vielleicht besteht die eigentliche Magie überhaupt nicht darin, durch Wände zu gehen, Drachen zu sehen oder mit unsichtbaren Wesen zu sprechen.

Vielleicht besteht sie darin, dieselbe Welt wie gestern zu betreten und heute etwas darin zu entdecken, das Du gestern noch nicht gesehen hast.

Dann hätte Sandra mit ihrer „Hexenenergie“ vielleicht einen ziemlich schönen Punkt getroffen:

Du hast die Wahl, wie Du auf Dein Leben schaust.

Du kannst es vollständig erklären wollen.

Oder Du kannst an manchen Stellen ein kleines Fragezeichen stehen lassen.

Du kannst jeden Baum nur einen Baum sein lassen.

Oder gelegentlich darunter stehen bleiben und denken:

Wer weiß …

Du kannst jeden verrückten Tag verfluchen.

Oder irgendwann darüber lachen und sagen:

„Na wunderbar. Heute ist es also wie verhext.“ 🧙‍♀️😊

Und dann gehst Du weiter.

Mit offenen Augen.

Mit einem offenen Herzen.

Und vielleicht mit einem winzig kleinen Türspalt für das Unerklärliche.

Nicht weil Du alles glauben musst.

Sondern weil Dein Leben viel schöner wird, wenn nicht schon vorher feststeht, was darin alles möglich sein darf.

Du entscheidest, wie Du leben möchtest.

Du darfst Dir Deine Fähigkeit zum Staunen zurückholen.