Eine Minute für den Frieden – wenn die Welt für einen Augenblick still wird.

Ihr Lieben, ❤️

manchmal erreicht mich eine Nachricht, bei der ich nicht einfach weiterlesen und zur Tagesordnung übergehen kann.

Diese hier bekam ich über eine liebe Freundin zugesandt.

Es geht um eine einzige Minute.

Eine Minute am Tag, in der Menschen überall auf der Welt das unterbrechen, was sie gerade tun.

Nicht um zu diskutieren.
Nicht um jemanden zu überzeugen.
Nicht um Recht zu haben.

Sondern einfach, um still zu werden.

Und sich gemeinsam auf Frieden auszurichten. 🙏

Die Geschichte dahinter hat mich berührt

Die Idee ist keineswegs neu.

Mitten in einer der dunkelsten Zeiten Europas entstand während des Zweiten Weltkriegs in Großbritannien die sogenannte „Silent Minute“ – die stille Minute.

Ihr Initiator war Wellesley Tudor Pole. Seine Vorstellung war ebenso schlicht wie kraftvoll:

Menschen sollten sich jeden Abend für einen einzigen Augenblick miteinander verbinden – im Gebet, in Gedanken oder einfach in der inneren Ausrichtung auf Frieden.

Ab November 1940 erklangen jeden Abend um 21 Uhr die Glockenschläge von Big Ben über die BBC.

Und sie wurden für unzählige Menschen zum Zeichen:

Jetzt halten wir inne.

Menschen taten dies zu Hause, in Krankenhäusern, in Luftschutzräumen, Soldaten und Zivilisten – jeder auf seine Weise.

Eine Minute Stille.

Eine Minute Hoffnung.

Eine Minute, in der mitten im Lärm eines Krieges etwas anderes Raum bekam.

Frieden.

Kann eine Minute die Welt verändern?

Ihr Lieben, ich weiß es nicht.

Und vielleicht müssen wir diese Frage auch gar nicht beantworten.

Vielleicht wäre es (in 3D) vermessen zu behaupten, ein Krieg ende, nur weil genügend Menschen gleichzeitig beten oder sich Frieden vorstellen.

Aber ich glaube sehr wohl an etwas anderes:

Eine Minute kann einen Menschen verändern.

Sie kann unseren Blick verändern.

Unsere Gedanken.

Unsere Worte.

Vielleicht sogar die Art, wie wir anschließend einem anderen Menschen begegnen.

Und wenn nicht nur einer innehält?

Wenn es Tausende tun?

Hunderttausende?

Menschen unterschiedlicher Länder, Religionen, Kulturen und Überzeugungen – verbunden durch einen einzigen Gedanken:

Möge Frieden sein.

Vielleicht geschieht in dieser Minute äußerlich gar nichts Spektakuläres.

Und vielleicht geschieht gleichzeitig sehr viel.

Gerade heute …

… scheint mir diese eine Minute kostbarer denn je.

Wir leben in einer Zeit, in der uns beinahe täglich Bilder von Krieg, Gewalt, Leid, Angst und Spaltung erreichen.

So vieles können wir als Einzelne nicht unmittelbar verändern.

Das kann hilflos machen.

Doch wir können entscheiden, was wir in die Welt tragen.

Angst oder Vertrauen.

Hass oder Mitgefühl.

Verurteilung oder Menschlichkeit.

Lärm – oder für einen Augenblick Stille.

Und vielleicht beginnt Frieden tatsächlich viel näher, als wir manchmal denken.

Nicht zuerst irgendwo an einem Verhandlungstisch.

Sondern in uns.

Deshalb möchte ich diese Einladung heute an Euch weitergeben ❤️

Nehmt Euch jeden Tag eine Minute für den Frieden.

Wer beten möchte, betet.

Wer meditiert, meditiert.

Wer mit beidem nichts anfangen kann, schließt vielleicht einfach für sechzig Sekunden die Augen und denkt an all jene Menschen, die sich gerade nichts sehnlicher wünschen als Sicherheit, ein Zuhause, eine Umarmung und eine Nacht ohne Angst.

Es braucht keine bestimmten Worte.

Vielleicht nur einen Gedanken:

Mögen die Waffen schweigen.
Mögen Menschen einander wieder als Menschen erkennen.
Mögen Kinder in Sicherheit schlafen können.
Mögen jene, die Entscheidungen treffen, aus Klarheit, Weisheit und Menschlichkeit handeln.
Möge Frieden dort entstehen, wo heute noch Hass und Angst herrschen.
Und möge der Frieden, den wir uns für die Welt wünschen, auch in uns selbst beginnen.

🙏

Eine Minute.

60 Sekunden.

Vielleicht stellst Du Dir dafür jeden Tag einen kleinen Alarm/Wecker.

Vielleicht hältst Du einfach dann inne, wenn Du Dich daran erinnerst.

Die historische Silent-Minute-Bewegung empfiehlt übrigens bis heute, wenigstens einmal täglich bewusst in die Stille zu gehen. Dabei spielt es keine Rolle, welcher Religion jemand angehört – oder ob er überhaupt einer Religion angehört.

Genau das gefällt mir an dieser Idee so sehr.

Frieden braucht kein Etikett.

Er fragt nicht nach Herkunft.

Nicht nach Religion.

Nicht nach Hautfarbe.

Nicht danach, auf welcher Seite einer Grenze wir geboren wurden.

Er betrifft uns alle.

Und nun stell Dir das einmal vor …

Während Du für eine Minute still wirst, sitzt irgendwo vielleicht ein anderer Mensch ebenfalls ganz still da.

In Berlin.

In Wien.

In Barcelona.

In Indien.

In Südamerika.

In Australien.

Vielleicht kennt Ihr Euch nicht.

Vielleicht werdet Ihr Euch niemals begegnen.

Und dennoch denkt Ihr für diesen einen Augenblick dasselbe:

Frieden.

Ich finde diese Vorstellung wunderschön. ❤️

Vielleicht können wir die Welt nicht in einer Minute verändern.

Aber wir können ihr für eine Minute etwas schenken, von dem sie gerade nicht genug bekommen kann:

unsere bewusste Aufmerksamkeit für Frieden.

Und wenn Ihr mögt, teilt diese Einladung weiter.

Nicht als Kettenbrief.

Nicht aus Angst.

Und auch nicht mit dem Versprechen eines Wunders.

Sondern von Mensch zu Mensch.

Als eine leise Erinnerung daran, dass wir trotz allem, was gerade auf dieser Erde geschieht, die Entscheidung für Mitgefühl, Verbundenheit und Frieden immer wieder neu treffen können.

Eine Minute am Tag.

Ich bin dabei. ❤️🙏

Wer von Euch macht mit?

Die sogenannte „Silent Minute“ geht auf den Briten Wellesley Tudor Pole zurück. Ab November 1940 wurden jeden Abend um 21 Uhr die Glockenschläge von Big Ben über die BBC übertragen, und Menschen in Großbritannien und darüber hinaus hielten für eine Minute inne – im Gebet, in Meditation oder einfach in der bewussten Ausrichtung auf Frieden. Die Initiative wurde unter anderem von König George VI. und Winston Churchill unterstützt. (thesilentminute.org.uk)