𝐄𝐢𝐧𝐞 𝐁𝐨𝐭𝐬𝐜𝐡𝐚𝐟𝐭 𝐯𝐨𝐧 𝐦𝐢𝐫, 𝐒𝐚𝐧𝐝𝐫𝐚 𝐋𝐮𝐦𝐢𝐧𝐚 𝐚𝐧 𝐝𝐢𝐞 𝐌𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐡𝐞𝐢𝐭![]()
Geliebtes wundervollstes Licht von allem was ist,
Ich fließe nun in das große Feld der Liebe die du bist ![]()
Ich bin eben für einen kleinen Augenblick ganz still geworden. Ich schloss meine Augen, ließ den Atem sanfter werden und alles, was eben noch um mich herum gewesen war, durfte für einen Moment verblassen. Und während ich tiefer in mich hineinsank, wurde es still, auf eine Weise, die nicht leer war, sondern unendlich weit. Ich trat in einen ganz reinen Kontakt mit mir selbst, mit meiner Seele, mit meinem Sein. Und doch sind selbst diese Worte nicht ganz wahr, denn wie könnte ich in Kontakt mit etwas treten, das ich selbst bin? Ich bin meine Seele. Ich bin dieses Sein. Es war kein Hinfinden zu mir, sondern vielmehr ein sanftes Zurücksinken in das, was niemals fort gewesen ist.
Und dort öffnete sich etwas, für das mir beinahe die Worte fehlen. Ein Gefühl von solch unermesslicher Liebe, solch tiefem Getragensein und solch vollkommener Geborgenheit, dass jedes Wort, das ich dafür finde, nur wie ein kleiner Tropfen aus einem grenzenlosen Meer erscheint. Ich fühlte eine Liebe, die so weit war, dass in ihr alles Platz hatte. Eine Liebe, die nichts wollte und nichts verlangte. Eine Liebe, die einfach war. Und zugleich war da dieses unbeschreibliche Gefühl, vollkommen gehalten, vollkommen gesehen, vollkommen geschätzt zu sein. Doch nicht von etwas außerhalb meiner selbst. Es war vielmehr, als würde sich mein eigenes Sein für einen Augenblick in seiner ganzen Weite erkennen.
Ich bin das, worin ich ruhe. Ich bin das, was mich trägt. Ich bin die Liebe, die ich fühle. Ich bin Quelle, die sich in sich selbst erkennt.
Und genau dieses Gefühl möchte ich heute zu dir tragen, geliebtes unermesslich großes Licht der Erde. Zu dir, der du diese Worte vielleicht gerade in einem wunderschönen Augenblick deines Lebens liest, und ebenso zu dir, dessen Herz vielleicht müde geworden ist. Zu dir, der du gerade voller Vertrauen bist, und zu dir, der du dich vielleicht fragst, wie es weitergehen soll. Ganz gleich, wo du stehst, ganz gleich, wie dein Weg im Augenblick aussieht, unter all dem gibt es etwas in dir, das niemals aufgehört hat zu sein. Du bist so unermesslich KRAFTVOLL getragen. Du bist so unermesslich tief gehalten. Du bist so unermesslich geliebt. Und selbst diese Worte reichen noch nicht bis an die Tiefe dessen heran, was du wirklich bist!
Denn vielleicht liegt die noch größere Wahrheit darin, dass wir nicht nur von Liebe getragen werden. Wir werden nicht von einer Liebe umgeben, die irgendwo außerhalb von uns beginnt und sich dann zu uns hinbewegt. Wir sind diese wahrhaft vollkommene Liebe. Wir sind nicht hier und die Quelle ist dort. Es gibt keine Entfernung, die wir überwinden müssten, keinen Weg, der lang genug gegangen werden müsste, um irgendwann bei ihr anzukommen. Wie könnten wir bei etwas ankommen, das wir in Wahrheit niemals verlassen haben? Quelle ist nicht ein fernes Licht, zu dem wir zurückkehren müssen. Quelle ist dieses unendliche Sein selbst, das sich in unzähligen Formen erfährt, sich betrachtet, sich fühlt, sich vergisst und sich wieder erinnert.
Und plötzlich öffnet sich darin eine ganz andere Weite. Wenn wir beginnen, nicht nur uns selbst, sondern dieses riesige Feld, alles, was ist, aus dieser Liebe heraus wahrzunehmen, dann kann für einen Augenblick etwas geschehen, das kaum noch beschrieben werden kann. Wie ein stilles Aufleuchten mitten im Sein. Wie ein Schleier, der sich für einen Moment hebt. Wie ein weiterer Augenblick des Erwachens, in dem etwas, das vielleicht schon tausendmal gehört oder gedacht wurde, plötzlich nicht mehr nur verstanden, sondern erkannt wird.
Denn Erwachen ist für mich kein einzelner Augenblick, nach dem alles abgeschlossen wäre. Es ist wie ein unendliches Öffnen. Wie eine Blüte, die immer weitere Blätter entfaltet und dabei entdeckt, dass in ihrem Innersten noch ganze Welten liegen. Wir können uns erinnern und innerhalb dieser Erinnerung noch tiefer erinnern. Wir können erkennen und innerhalb dieser Erkenntnis noch einmal weiter erwachen. Und manchmal schenkt uns ein einziger Augenblick einen Blick in eine solche Weite, dass wir danach wissen, dass Worte niemals das Ganze tragen können.
Heute war in dieser Weite noch etwas anderes so deutlich da. Etwas unglaublich Klares, Reines und Kraftvolles!
Wahrheit.
Nicht eine Wahrheit, die ausgesprochen werden muss, damit sie wahr wird. Nicht eine Wahrheit, die überzeugen, kämpfen oder sich beweisen muss. Keine Wahrheit, die fragt, wer recht und wer unrecht hat. Es war eine Wahrheit, die so vollkommen in sich selbst ruhte, dass sie nichts benötigte. Eine Wahrheit ohne Anfang und Ende. Still und gleichzeitig von einer Kraft, die durch jede Ebene meines Seins ging.
Ich bin, die ich bin.
Und in diesen wenigen Worten liegt für mich eine Unendlichkeit. Denn diese Wahrheitsenergie trägt alles in sich. Alles, was ist. Alles, was jemals war. Alles, was jemals sein wird. Jeder Ausdruck, jede Erfahrung, jeder Augenblick, jedes Licht, jede Bewegung des Seins, alles liegt darin. Nicht nebeneinander, nicht voneinander getrennt, sondern innerhalb dieses einen unermesslichen Seins.
Und plötzlich wird auch Wahrheit nichts mehr, das wir irgendwo suchen müssen.
Wir sind diese Wahrheit.
Wenn wir sie nicht nur denken, sondern für einen Augenblick tief in unserem Sein wahrnehmen, wenn dieses Ich bin nicht mehr nur aus unserem Mund gesprochen wird, sondern durch jede Faser unseres Seins hindurch fühlbar wird, dann entsteht eine Stille, die nicht leer ist. Sie ist erfüllt von allem. Eine Stille, in der die Suche für einen Augenblick endet, weil das Suchende und das Gesuchte nicht mehr getrennt erscheinen.
Und dieses Gefühl geht so tief, dass nichts mehr gefragt und auch nichts mehr beantwortet werden muss.
Nicht, weil wir plötzlich jede Antwort dieser Schöpfung mit unserem menschlichen Verstand kennen. Sondern weil wir für einen Augenblick einen Raum berühren, in dem keine Antwort mehr benötigt wird. Wahrheit erklärt sich dort nicht. Liebe erklärt sich dort nicht. Quelle erklärt sich dort nicht.
Sie ist.
Und vielleicht ist genau das einer dieser heiligen Augenblicke des Erinnerns, in denen der Mensch für einen Moment ganz still werden darf und Quelle sich durch ihn ihrer selbst erinnert. Kein Suchen mehr. Kein Greifen. Kein Versuch, das Unermessliche in eine Form zu bringen. Nur dieses reine, klare, grenzenlose:
Ich bin.
Und während ich diese Worte schreibe, spüre ich, wie sehr Sprache an ihre Grenzen kommt. Vielleicht können Worte die Unendlichkeit niemals beschreiben. Vielleicht sollen sie das auch gar nicht. Vielleicht dürfen sie nur kleine Türen sein. Kleine Öffnungen, durch die etwas hindurchscheint, das viel größer ist als sie selbst. Deshalb, geliebtes Licht, lies meine Worte nicht nur. Fühle hinter sie. Fühle in ihre Zwischenräume. Fühle dorthin, wo die Sprache endet. Denn vielleicht wartet genau dort nicht meine Wahrheit auf dich, sondern deine eigene Erinnerung.
Und aus dieser tiefen Erinnerung heraus höre ich die Quelle in mir sprechen, nicht als eine Stimme außerhalb meiner selbst, nicht als etwas Höheres, von dem ich getrennt wäre, sondern aus dem einen Sein heraus, das ich bin:
Ich liebe alle meine Kinder. Ich liebe jeden meiner Ausdrücke mit einer Liebe, für deren Größe kein menschliches Wort geschaffen wurde. Keines meiner Kinder ist vergessen. Kein Anteil meines Seins ist jemals wirklich verloren gegangen. Ich erkenne mich in euch, in unzähligen Formen, auf unzähligen Wegen, durch unzählige Erfahrungen hindurch. Und selbst dort, wo ihr euch selbst vergessen habt, habe ich niemals aufgehört, das zu sein, was ihr seid.
Eines Tages erinnert sich jedes meiner Kinder, jeder meiner Anteile, wieder an seinen Ursprung. Nicht erst durch den Tod. Nicht erst dann, wenn dieses menschliche Leben endet. Sondern mitten im Leben, durch jene immer tiefer werdende Erkenntnis dessen, wer ihr wirklich seid. Vielleicht zunächst nur für einen Atemzug. Vielleicht für einen einzigen stillen Augenblick. Und dann wieder. Und wieder. Bis das, was einst wie eine ferne Ahnung erschien, immer tiefer zur gelebten Erinnerung wird.
Denn geliebte Seelen, wenn ihr sehen könntet, was ihr seid, wenn ihr euch nur für einen Augenblick jenseits all eurer menschlichen Geschichten betrachten könntet, ihr würdet euch vielleicht selbst kaum wiedererkennen. Ihr seid unermesslich große Lichter. Und so vieles, was ihr für euch gehalten habt, dürfte ganz sanft von euch abfallen. Eure Begrenzungen, eure alten Geschichten, eure Vorstellungen darüber, wer ihr sein müsst, eure Zweifel an euch selbst. Nicht, weil sie bekämpft werden müssen, sondern weil etwas Größeres in euch beginnt, sich zu erinnern.
Und darunter wartet nichts darauf, erst noch erschaffen zu werden. Dort muss nichts hinzugefügt werden. Dort muss nichts vollkommener gemacht werden.
Dort ist, was immer war.
Licht. Liebe. Wahrheit. Sein.
Es durchdringt jede Faser eures Seins, jede Zelle, jede Ebene, jeden noch so feinen Raum eures Wesens. Ihr seid nicht kleine Lichter, die irgendwo innerhalb einer riesigen Schöpfung nach ihrer Quelle suchen. Ihr seid Quelle. Ihr seid das eine Sein in unzähligen Ausdrucksformen. Ihr seid Licht, das sich selbst betrachtet. Ihr seid Liebe, die sich selbst fühlt. Ihr seid Bewusstsein, das sich selbst erfährt. Und ihr seid Quelle, die sich immer tiefer daran erinnert, dass sie Quelle ist.
Vielleicht ist genau das dieses unbeschreibliche Getragensein, das ich heute fühlen durfte. Nicht das Gefühl, von etwas außerhalb meiner selbst festgehalten zu werden, sondern diese unendlich sanfte und zugleich kraftvolle Erkenntnis:
Ich kann niemals aus dem herausfallen, was ich bin.
Und auch du kannst es nicht, geliebtes Licht.
Du kannst dich vergessen. Du kannst dich für einen Augenblick klein wahrnehmen. Du kannst durch Erfahrungen gehen, in denen du dein eigenes Licht kaum noch siehst. Doch hinter all diesen Bewegungen des Lebens bleibt etwas vollkommen unberührt.
Du bist.
Du bist so viel mehr als deine Geschichte. So viel mehr als deine Erfahrungen. So viel mehr als deine Wunden, deine Ängste, deine Zweifel und all die Namen, Rollen und Bilder, mit denen du dich jemals beschrieben hast. Hinter all diesen Schichten wartet nicht irgendeine vollkommenere Version von dir, die du erst noch werden musst.
Dort bist du.
Vielleicht darfst du deshalb heute einfach für einen Augenblick die Augen schließen. Vielleicht darfst du aufhören, irgendwohin gelangen zu wollen, und stattdessen ganz sanft in dich hineinsinken. Nicht um etwas zu finden. Nicht um etwas zu erreichen. Sondern um dich zu erinnern.
Ich bin getragen. Ich bin gehalten. Ich bin geliebt. Ich bin Liebe. Ich bin Licht. Ich bin Wahrheit. Ich bin Quelle.
Ich bin, die ich bin.
Und wenn meine Worte an dieser Stelle zu klein werden, dann lass sie los.
Fühle.
Fühle hinter sie.
Dort, wo kein Wort mehr hinreicht.
Dort, wo nichts mehr erklärt werden muss.
Dort, wo Liebe nicht mehr geliebt werden muss, weil sie einfach Liebe ist. Dort, wo Wahrheit nicht mehr gesucht werden muss, weil sie einfach Wahrheit ist. Dort, wo Quelle nicht mehr gefunden werden muss, weil sie sich selbst erkennt.
Vielleicht wird es dort für einen Augenblick ganz still.
Und vielleicht ist genau diese Stille unendlich voll.
Voll von dir.
Voll von mir.
Voll von allem, was ist.
Und vielleicht bleibt in dieser unermesslichen Weite nur noch eine einzige, vollkommen klare Erinnerung:
Es ist.
Ich bin.
Wir sind.
In unermesslicher Liebe
Sandra Lumina ![]()
