Nicht alles, was lichtvoll erscheint, muss uns auch guttun.
Und nicht jede Stimme aus der geistigen Welt weiß automatisch besser, was für uns richtig ist.
Doch was zeigt sich, wenn wir einmal genauer hinschauen?
Ein Thema, über das erstaunlich selten offen gesprochen wird: Die geistige Welt kann auch ihre Schattenseiten haben.
Es ist besser, einige Zusammenhänge zu kennen, damit wir bewusst und sicher unseren eigenen Weg gehen können.
Einen Wochenausblick und regelmäßige Energie-Updates findest du in Silvie Meierovas Newsletter:
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Für mich ist die Verbindung zur geistigen Welt nichts, das man leichtfertig eingehen sollte. Ich glaube nicht, dass dort automatisch nur Liebe, Wahrheit oder höhere Weisheit auf uns warten. So wie es auf der Erde Manipulation gibt, kann sie auch auf anderen Ebenen stattfinden. Deshalb ist für mich die wichtigste Frage nicht: Welche Wesen begegnen mir?, sondern: Aus welcher Haltung heraus suche ich diese Verbindung?
Ich beobachte, dass viele Menschen sich der Spiritualität zuwenden, weil sie sich verloren, einsam oder orientierungslos fühlen. Der Wunsch nach Führung und Erinnerung an das eigene wahre Wesen ist für mich völlig verständlich. Gleichzeitig sehe ich darin eine Gefahr: Wenn wir glauben, dass andere Wesen klüger oder höher entwickelt sind als wir selbst, geben wir leicht unsere eigene Kraft ab.
Aus meiner Erfahrung sind die astralen Ebenen vor allem Spiegel unseres eigenen Bewusstseins. Dort begegnen uns häufig genau die Überzeugungen und inneren Haltungen, die wir in uns tragen – sowohl die lichtvollen als auch die angstvollen. Deshalb halte ich es für wichtig, spirituelle Erfahrungen nicht unkritisch als absolute Wahrheit anzusehen.
Ich glaube nicht an Geistführer im Sinne von Wesen, die unser Leben für uns lenken. Was ich vielmehr erfahren habe, ist die Existenz eines „inneren Meisters“ – eines tiefen Anteils unseres eigenen Wesens, der mit unserer gesamten Erfahrung verbunden ist. Eine echte Verbindung stärkt uns, macht uns souveräner und erinnert uns daran, wer wir sind. Sie macht uns nicht kleiner oder abhängiger.
Auch ich bin diesen Weg gegangen. Ich habe lange gehofft, dass außerhalb der menschlichen Welt Antworten oder Rettung auf mich warten. Mit der Zeit wurde mir jedoch klar, dass der Weg nicht aus dem Menschsein hinausführt, sondern tiefer hinein. Unsere Aufgabe ist es, ganz hier anzukommen, Verantwortung für unser Leben zu übernehmen und unsere eigene Kraft nicht an äußere Autoritäten – ob menschlich oder geistig – abzugeben.
Mein Fazit: Spirituelle Entwicklung bedeutet für mich nicht, nach einem Retter oder einer höheren Instanz zu suchen. Sie bedeutet, mich an meine eigene innere Weisheit zu erinnern, meiner Wahrnehmung zu vertrauen und der geistigen Welt – falls ich mich ihr öffne – auf Augenhöhe zu begegnen.