Ich habe viel zu lange zugelassen, dass Menschen meine Empathie, meine Güte, meine Zeit und mein Wissen als selbstverständlich betrachten.
Damit ist jetzt Schluss.
Ich ehre meine Zeit.
Ich ehre meine Empathie.
Ich ehre meine spirituellen Gaben und all das, was ich durch meine innere Arbeit entwickelt und erkannt habe.
Heute erhebe ich meine Stimme für mich selbst. Für meine Zeit, meine Energie, meine Fähigkeiten und meine Aufgabe. Ich erkenne an, dass niemand automatisch das Recht auf meine Aufmerksamkeit, meine Kraft oder meine ständige Verfügbarkeit besitzt.
Ich allein entscheide, wem ich Zugang zu meiner Energie gewähre und in welchem Maß.
Ich wünsche mir Beziehungen und Begegnungen, die von einem ehrlichen und gegenseitig verstandenen Austausch getragen werden. Ich möchte nicht länger akzeptieren, dass Geben nur in eine Richtung fließt und meine Bereitschaft, für andere da zu sein, als selbstverständlich angesehen wird.
Und ich werde mein Licht nicht länger dimmen, nur weil seine Helligkeit einen anderen Menschen mit seinen eigenen ungeklärten Themen konfrontiert.
Wenn jemand mich wirklich respektiert und wertschätzt, wird dieser Mensch nicht verlangen, dass ich mich kleiner mache, damit er sich größer oder wohler fühlen kann.
Ein Mensch, der mir mit wirklichem Respekt begegnet, wird sich um Ehrlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, Achtung und Gegenseitigkeit bemühen.
Vielleicht kann er mir nicht immer dort begegnen, wo ich gerade stehe. Das ist menschlich.
Aber er wird nicht von mir verlangen, meinen eigenen Standpunkt zu verlassen, nur damit es für ihn angenehmer wird.
Ich muss mich nicht herabsetzen, meine Bedürfnisse zurückstellen oder meine Wahrheit verleugnen, um Erwartungen zu erfüllen, die ausschließlich den Interessen eines anderen Menschen dienen.
Deshalb erinnere ich mich an meine Grenzen.
Und wenn es notwendig ist, erinnere ich auch andere daran.
Grenzen sind keine Grausamkeit.
Grenzen sind sichtbar gewordene Selbstachtung.
Manchmal überschreiten Menschen meine Grenzen nicht unbedingt aus böser Absicht. Vielleicht habe ich sie bisher nicht deutlich genug ausgesprochen. Vielleicht habe ich selbst immer wieder Ausnahmen gemacht und dadurch vermittelt, dass mein Nein doch verhandelbar ist.
Auch das darf ich erkennen, ohne mich dafür zu verurteilen.
Ich darf heute klarer werden.
Ich darf meine Grenzen aussprechen und sie anschließend auch achten.
Wenn meine innere Stimme laut werden muss, dann darf sie laut werden.
Nicht um einen anderen Menschen zu beherrschen.
Nicht um jemanden zu verletzen.
Nicht um mich über andere zu stellen.
Sondern um mein Leben, meine Zeit, meine Energie und meinen Lebensweg zu schützen.
Ich lasse nicht länger zu, dass Schuldgefühle, Druck, wiederholte Forderungen oder eine selbstverständliche Erwartungshaltung meine Grenzen außer Kraft setzen.
Denn auch ich brauche mein Mitgefühl.
Auch ich brauche meine Kraft.
Auch ich brauche meine Zeit für meine eigene Heilung, Entwicklung und Entfaltung.
Ich darf andere begleiten, wenn meine Begleitung erwünscht ist. Aber ich kann ihren Weg nicht für sie tragen.
Ich kann einen Menschen ermutigen, seine eigene Kraft zu entdecken. Doch ich möchte keine Abhängigkeit erschaffen.
Wenn ich einen Menschen unterstütze, soll meine Unterstützung ihn daran erinnern, dass bereits in ihm selbst ein Licht lebt. Meine Aufgabe besteht nicht darin, ihn glauben zu lassen, dass dieses Licht nur weiterleuchten kann, solange er sich ständig aus meiner Energie nährt.
Ich möchte die Stärke, Eigenverantwortung und das selbstständige Licht in anderen Menschen erkennen und fördern.
Ich bin nicht hier, um zur dauerhaften Energiequelle eines anderen Menschen zu werden.
Sein Weg gehört ihm.
Mein Weg gehört mir.
Und der Zugang zu meiner Energie bleibt meine Entscheidung.
Wir sind Liebe.
Doch Liebe verlangt keine Selbstaufgabe.
Liebe kann sanft sprechen.
Liebe kann eine Grenze setzen.
Liebe kann einen Schritt zurücktreten.
Liebe kann eine Tür schließen, ohne Wut, Bestrafung oder Schuld.
Und manchmal muss Liebe auch brüllen.
Nicht gegen einen anderen Menschen.
Sondern für die Heiligkeit meiner eigenen Seele.
Dabei möchte ich mich selbst aus meinem Herzen lieben und nicht aus meinem Ego heraus. Meine Grenzen sollen aus Selbstachtung und Liebe entstehen, nicht aus dem Wunsch, jemanden zu bestrafen, zu kontrollieren oder ihm meine Stärke beweisen zu müssen.
Denn meine kraftvollste Stimme muss nicht immer laut sein.
Manchmal liegt meine größte Kraft in einem ruhigen, klaren und unbeirrbaren Nein.
Nein.
Heute nicht.
Das ist es, was ich geben kann.
Das ist der Austausch, den ich brauche.
Und hier endet meine Beteiligung.
Ich darf freundlich sein und trotzdem Grenzen haben.
Ich darf empathisch sein und trotzdem Nein sagen.
Ich darf lieben und trotzdem gehen.
Ich darf für andere da sein, ohne mich selbst dabei zu verlassen.
Meine Energie ist kostbar.
Meine Zeit ist kostbar.
Mein Weg ist kostbar.
Und ich darf sie entsprechend behandeln.
Ich liebe dich.
Ich liebe euch alle, so wie ich mich selbst liebe.
Frei.
Ehrlich.
Souverän.
Und bedingungslos.
Om Shanti Om – Friede sei mit dir. Tiefer innerer und äußerer Frieden.
Namasté – Das Göttliche in mir grüßt das Göttliche in dir.
Sat Nam – „Wahre Identität“ oder „Die Wahrheit ist mein Wesen“.
Soother of Souls – Tröster der Seelen oder Begleiter der Seelen.
© Transkript / Zusammenfassung / Übersetzung / Rosi / esistallesda.de
